Ragdoll – Die vermenschlichte Grafik

Was ist Ragdoll?

Ragdoll bezeichnet die Simulation menschlicher Bewegungen innerhalb einer Anwendung. Ragdoll lässt Grafiken, die Menschen zeigen, natürlich wirken. In Hinblick auf die Programmierung ist Ragdoll ein Algorithmus, der physikalische Kräfte und Wirkungen simulierter Umwelteinflüsse mit einberechnet.

Wofür wird Ragdoll verwendet?

Ragdoll tauchte erstmals im Bereich der Computerspiele auf, wo es sterbende Charaktere innerhalb des Spiels simulieren sollte. Starb in einem Egoshooter beispielsweise ein Charakter, so wurde eine immer gleiche Animation abgespielt, die den Tod der entsprechenden Figur verdeutlichen sollte. Anfangs war Ragdoll also nicht mehr als eine einfache Animation innerhalb eines Spieles. Durch technischen Fortschritt wurde es möglich, immer aufwändigere und bessere Ragdoll- Physik zu programmieren, die heutzutage nicht mehr aus einer einfachen Animation besteht, sondern physikalische Einflüsse an einem zuvor erstelltem, dreidimensionalem Körper simuliert. Es wird also ein Körper im virtuellen Raum bewegt, der auf physikalische Einflüsse entsprechend reagiert.

Ragdoll ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil nahezu jeden Spieles, da menschliches Verhalten und die menschliche Bewegung realitätsnah dargestellt werden können.

Wie sehr beansprucht Ragdoll die Hardware?

Ragdoll kann teilweise hohe Anforderungen an die Hardware eines Computers bzw. einer Konsole stellen, abhängig von Genauigkeit, Größe und Anzahl der zu simulierenden Körper sind auch die Belastungen vor Grafikkarte und Prozessor. Bei vielen PC Spielen ist es heutzutage möglich, Ragdoll als Funktion zu aktivieren oder deaktivieren um die Systemanforderungen des Spiels möglichst flexibel zu gestalten, beispielsweise bietet Call of Duty 4 in der Windows- Version diese Option.

In begrenztem Maße ermöglicht heutzutage jeder Rechner die Ragdoll- Simulation.

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